Nominiert für den Rolf-Hans Müller Preis für Filmmusik 2014.

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Georg und Rita leben längst getrennt. Doch immer wieder lässt sich die Friseurin von dem Krankenpfleger überzeugen, wenigstens für Weihnachten als glückliches Paar beim Elternbesuch aufzutreten. Immer verspricht er ihr: das sei nun das allerletzte Mal. Endlich solle er seinen Eltern die Wahrheit sagen. Im „die Wahrheit sagen“ sind die beiden allerdings sowieso nicht besonders gut. Sie spielen einander allerlei vor. Georg mimt den erfolgreichen Arzt, indem er sich von seinem Freund den Kittel leiht. In glücklichen neuen Beziehungen leben beide auch nicht, wie sie einander vormachen. Rita steht mit ihrem „erfolgreichen“ Friseursalon tatsächlich kurz vor der Pleite. So werden die Weihnachtsfeste zu fröhlichen Lügenpartys. Hinter den komplizierten Lügengespinsten, das ist die sympathische These des Films, verbergen sich jedoch tiefere Wahrheiten. Georg hat niemals aufgehört Rita zu lieben und wenn er in diesem Leben auch kein Oberarzt mehr werden wird, ist er ein grundgütiger Mensch. Im Rhythmus der Weihnachtsfeste lernen wir die beiden Paare immer besser kennen und trauen ihnen auf einmal zu, ihr wahres Leben im falschen tatsächlich zu begreifen. Auch das scheinbar glückliche und zufriedene Elternpaar hat natürlich seine Geheimnisse und das führt auch zu dem, was wir gemeinhin „Happy-End“ nennen. „Stille Nächte“ sind schließlich das Kraftzentrum des Eheglücks. Eine Komödie der Weisheit mit vorzüglich aufgelegten Darstellern. Besonders Katharina Thalbach und Hanns Zischler hat man so noch nicht gesehen. 

Studio Hamburg / ARD Degeto

 

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Und neulich auf der Premiere beim Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen:

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"Stille Nächte" (ARD/Degeto 2014)

Buch und Regie: Horst Sczerba
Produzentin: Sabine Timmermann (Studio Hamburg)
Darsteller: Katharina Thalbach, Katharina Schüttler, Matthias Koeberlin und Hans Zischler.